Sie sind hier:  Aktuelles & Service »  Presse 

Topmodernde Technik im Textilservice

Mit Blick auf die Beschäftigten

„Hygienisch saubere Wäsche auf höchstem Niveau“: Um dieses selbstgesetzte Ziel tagtäglich zu erreichen, braucht der Textilservice neben motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem leistungsstarke und mitarbeiterfreundliche Maschinen. Seit Dezember begeistert eine neue Eingabemaschine an der Mangelstraße alle, die sie bedienen; weitere Anschaffungen sind geplant.

„Die neue Eingabemaschine an der Mangelstraße war eine gute Wahl“, freut sich Thomas Schlegel, technischer Leiter des LiSe-Textilservice. „Mit dieser Maschine können große Teile wie Tischwäsche einfacher, schneller und qualitativ hochwertiger bearbeitet werden.“ Sie ermöglicht außerdem ein ergonomisches Arbeiten, da sich die Eingabehöhe durch höhenverstellbare Eingabeklammern auf die jeweilige Mitarbeiterin oder den jeweiligen Mitarbeiter abstimmen lässt. Nach dem Befestigen der Großteile werden die Wäschestücke automatisch zum Mangeln ins Innere der Maschine weitertransportiert. Außerdem ist die Eingabehöhe für die Kleinteile so konzipiert, dass alle Bedienerinnen und Bediener aufrecht stehen können. „Im April bekommt die Wäscherei mit einer Tunnelfinisheranlage und einem Faltroboter dann gleich ein neues Herz“, berichtet Schlegel. Diese Anlage im Zentrum der Wäscherei dampft, glättet und bringt so einen Großteil der Wäschestücke in Form. Dabei ist die neue Tunnelfinisheranlage nicht nur leistungsfähiger als der aktuelle Tunnelfinisher, sondern erlaubt auch eine individuellere und schonendere Behandlung der Textilien.

Eine neue Waschstraße?
Weitere Anschaffungen wie etwa eine neue Waschstraße sind in Diskussion. Mit der aktuellen, 15 Jahre alten Waschstraße stößt der Textilservice an seine Kapazitätsgrenzen. Jetzt gilt es abzuwägen, ob eine neue große Waschstraße für Hotel- und Tauschwäsche sinnvoll ist oder ob mehrere kleinere Maschinen dem künftigen Bedarf eher gerecht werden. Kleinere Maschinen bis zu 60 Kilogramm eignen sich gut für spezielle Wäsche wie Persennings (=Abdeckplanen), Pferdedecken oder andere Nischenprodukte wie die biologische Reinigung im Auftrag von Bio-Hotels. Sie kommen auch dem Wunsch vieler Bewohnerinnen und Bewohner nach einer persönlichen Bettwäsche entgegen, da sie die personenbezogene Abwicklung einfacher machen. Sollte das Bundesteilhabegesetz (BTHG) bei der Realisierung eine personenbezogene Abrechnung von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung fordern, wäre dies ein weiteres Argument für die kleineren Maschinen. „Wir prüfen außerdem, ob ein Mix aus einer kleineren Waschstraße und Kleinmaschinen in Frage kommt“, sagt Schlegel.

Investitionen abwägen
„Es geht um die wirtschaftliche Optimierung der Arbeitsabläufe, eine zunehmende Automatisierung also, aber auch darum, Entwicklungen zu erkennen“, fasst Frank Moscherosch, Geschäftsführer der LiSe, zusammen. „Unser Anspruch ist es, die WfbM-Arbeitsplätze zu erhalten, Arbeitsplätze in ergonomischer Hinsicht zu verbessern oder neue zu schaffen, wo dies Sinn macht. Es gilt, alle Eventualitäten gegeneinander abzuwägen, für alles gewappnet sein“, sagt Moscherosch.


Ökologisch vorbildlich
  • Im „Windelwilli“, dem besonderen Kraftwerk der Stiftung Liebenau, werden jährlich bis zu 5.000 Tonnen Wegwerfartikel aus dem Pflegebereich verbrannt. Mit der dabei entstehenden Energie lässt sich unter anderem in Wäscherei und Küche das Wasser erwärmen, auch die Mangel und die Kleinmaschinen werden damit betrieben.
  • Das Wasser in der Waschstraße wird, wo möglich, wiederverwendet: So dient das Spülwasser aus einer der zwölf Kammern beim nächsten Waschgang zum Einweichen.
  • An mehreren Maschinen sind Energierückgewinnungssysteme installiert, wie zum Beispiel Wärmetauscher.

erstellt am 06.03.2017



Auf dem aktuellsten Stand der Technik - die neue Eingabemaschine der Mangelstraße

 

Ein Bettbezug wird an den höhenverstellbaren Eingabeklammern der Eingabemaschine befestigt