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Interview mit Melanie Hammelsbeck, WfbM-Beschäftigte im Catering

Melanie Hammelsbeck, 26 Jahre, Servicemitarbeiterin im Schloss Liebenau, wohnt in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft in Weingarten.

Melanie wirkt sehr ausgeglichen. Sie genießt ihren neuen Arbeitsplatz und ihr selbstständiges Leben.

„Im Schloss arbeite ich seit November 2015. Davor war ich in der Kantine beschäftigt. Dort war es zu stressig für mich: zu viele Leute, zu laut. Mein Vorgänger hier im Schloss ist in Rente gegangen, da bin ich nachgerückt. Morgens fange ich um halb acht an und bin zuerst in der Küche. Ich klebe Etiketten auf die Menagen und wiege Salatsoßen für die Wohngruppen ab. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich um neun Uhr von der Küche ins Schloss wechseln darf. Dort decke ich in den Räumen ein, wo eine Besprechung stattfindet, schaue auf dem Plan nach, wie viele Personen kommen und was sie brauchen. Auch die gewünschten Medien stellen wir bereit. Wir bringen neue, volle Flaschen rauf, die leeren runter. Bei größeren Veranstaltungen ist natürlich mehr zu tun. Da gibt‘s dann auch mal ein Buffet. Ich finde das Eindecken interessant, weil es immer anders, immer wieder neu ist. Das Abräumen gehört natürlich auch dazu. Von November bis Mai bewirte ich die Wirtschaftsprüfer im Verwaltungsgebäude der Holding.  Das sind immer zwei bis vier Personen. Darauf bin ich besonders stolz. Zu Beginn wurde ich noch von einer Mitarbeiterin begleitet. Sie hat mir alles gezeigt, was ich auf den Servierwagen stellen muss. Jetzt kann ich es alleine. Dann fahre ich die Getränke, den Kaffee und das Gebäck zweimal am Tag rüber, sammle leere Flaschen wieder ein. Inzwischen kann ich auch schon den Verbrauch in die Liste eintragen. Im Sommer putze ich noch die Stühle, die im Schlossgarten stehen und stelle sie ordentlich hin. Wir sind fünf Teilzeitkräfte in unserem Team. Wir sind ein gutes Team. Ich bin wunschlos glücklich, möchte im Schloss bleiben.“

erstellt am 28.06.2017



Melanie Hammelsbeck