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Gebäudedienstleister und Werkstatt für behinderte Menschen: Liebenau Service GmbH

Die Liebenau Service GmbH (LiSe) in Meckenbeuren ist auf den ersten Blick ein normales Unternehmen: Als 100%ige Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau ist die LiSe Dienstleister in den Bereichen Gebäudeservice, Catering, Textilservice sowie Beratung und Training. Doch ganz normal ist es dann doch nicht, denn als anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeitet die LiSe in allen Bereichen mit fachlich geschultem Personal im Tandem mit Menschen mit Behinderung. REINIGUNGS MARKT hat den LiSe Gebäudeservice besucht.


"Ein Stück Normalität"

"Die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung ist für uns Normalität und Ausdruck unseres Selbstverständnisses. Als Werkstatt für behinderte Menschen bieten wir individuelle Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen, geistigen und körperlichen Behinderungen. Dabei unterstützen wir sie fachlich fundiert bei der Erst- und Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.", erläutert Nadja Gauß, Leiterin der Werkstatt für behinderte Menschen.

Realitätsnahes Arbeitsumfeld

Dabei werden die Beschäftigten in ein möglichst realitätsnahes Arbeitsumfeld integriert. Besonders Wert wird auf individuelle Förderung, soziale Betreuung und die Nähe zum allgemeinen Arbeitsmarkt gelegt. Verbunden sind die Arbeitsplätze mit einer individuellen sowie zielorientierten beruflichen Bildung. Für viele Kunden der LiSe ist das Konzept der Integration sehr interessant: "Es kommen vermehrt Anfragen", so Bernd Ströbele, Abteilungsleiter Gebäudeservice.

So reinigt beispielsweise Jenny Kressner seit einem Jahr im Rahmen einer integrativen Arbeitsgruppe innerhalb der LiSe die Grundschule Kehlen bei Meckenbeuren. Begleitet und angeleitet wird sie dabei von der pädagogischen Fachkraft für Arbeit und Berufsförderung Frau Kessler. Am liebsten wischt Kressner die Flure: "Nicht zu trocken und nicht zu nass.", wie sie stolz erzählt. Regelmäßige bedarfs- und praxisorientierte Bildungsmaßnahmen begleiten ihre Arbeit in Kehlen.

Den Selbstwert stärken

Benötigt ein Mensch mit Behinderung nicht mehr eine durchgängige Anleitung am Arbeitsplatz, haben sie die Möglichkeit zusammen mit einer erfahrenen Reinigungskraft unterschiedliche Objekte innerhalb und außerhalb der LiSe zu reinigen. Dabei erlebt der Mensch mit Behinderung "ein Stück mehr Normalität" und wird zunehmend im eigenen Selbstwert gestärkt. Sylvia Ziege reinigt so seit über 20 Jahren in der St. Lukas Klinik der Stiftung Liebenau. Die pädagogische Begleitung erfolgt auch bei Einzelarbeitsplätzen zielgerichtet und bedarfsorientiert durch qualifizierte Fachkräfte. An ihrer Arbeit hat Ziege große Freude. "Ich bin zufrieden.", sagt sie lächelnd.

erstellt am 17.02.2010



Jenny Kressner

Ihre Arbeit in der Gebäudereinigung mag Frau Kressner besonders, da sie dort beim Arbeiten Ruhe hat und sich bewegen kann. "Weil es mir besser liegt.", sagt sie selbst.

Sylvia Ziege

Vorstellen woanders als in der Gebäudereinigung der LiSe zu arbeiten kann sich Sylvia Ziege nicht. "Ich bin zufrieden." sagt sie lächelnd.

Gaby Fürgut

Innerhalb der LiSe fühlt sich Gaby Fürgut sehr wohl, besonders mit ihrer Arbeit in dem Wohnhaus in Wangen. "Ich werd dort bleiben bis zur Rente.", erzählt sie zufrieden.