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Frische Wäsche im Wintersport-Paradies

St. Anton am Arlberg. Bei diesem Namen schlagen die Herzen von Wintersport-Freunden höher. 350 Kilometer Ski- und 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten locken schneehungrige Gäste in die knapp 2500 Seelen-Gemeinde. Am 4. Dezember beginnt die Wintersaison 2015/2016 und damit die Hoch-Saison für die Hotels und Pensionen im Ort.

26 dieser Häuser werden dann ein bis zwei Mal wöchentlich mit frischer Bettwäsche, Dusch- und Handtüchern aus der LiSe-Wäscherei beliefert. Auf verschneiten Straßen und rutschigen Einfahrten eine echte Herausforderung für die Kollegen unserer Transport-Abteilung.  

An einem kalten Wintermorgen... 

6 Uhr in der Früh in Liebenau. Es ist noch dunkel, als Karlheinz Gorny und Beifahrer Oliver Tschismarov, Beschäftigter der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), ihren 12-Tonner mit frischer Wäsche beladen. Ihre Tour führt sie heute in das 130 Kilometer entfernte Wintersport-Paradies am Arlberg. Es hat geschneit in dieser frostigen Nacht im Januar 2015. Beifahrer Oliver Tschismarov schaut noch einmal nach den Schneeketten, dann startet Karlheinz Gorny den Motor.
An Dornbirn und Feldkirch vorbei passieren die beiden Bludenz und durchqueren den 14 Kilometer langen Arlbergtunnel. Direkt danach haben sie ihr Ziel erreicht und Glück, denn die Straßen sind trotz Neuschnee gut befahrbar. Auch die Zugänge zu den Hotels und Pensionen sind bereits frei geräumt. Sie steuern ihren ersten Kunden an. Jetzt sitzt jeder Handgriff: Oliver Tschismarov steigt aus, lässt die Hubladebühne herab, greift sich den Wäschewagen und bringt ihn zum vereinbarten Stellplatz. Dort steht bereits die Schmutz-Wäsche zur Mitnahme bereit. Kurze Zeit später sitzt er wieder im warmen Fahrerhaus. Weiter geht´s zum nächsten Hotel.

In Erinnerung geblieben: Der Winter 2011

Heute kommen die beiden zügig voran. Das ist keine Selbstverständlichkeit in der schneereichen Arlberg-Region. Otmar Blersch von der Transportlogistik erinnert sich: „Der Winter im Jahr 2011 war besonders hart. Es hat tagelang geschneit. Unsere Kollegen hatten keine Chance, mit ihrem LKW in den Ort vorzudringen. Also luden sie die Wäsche vor Ort in einen Sprinter um und versuchten, so nahe wie möglich an die Hotels und Pensionen zu kommen. Die letzten Meter konnten sie dann mit zwei Schlitten meistern. Das war echte Schwerstarbeit.“ 

Den Einsatz und die Flexibilität würdigen die Kunden. Mit 26 Tonnen frischer Wäsche ging es 2010 los. In der vergangenen Saison waren es bereits 97 Tonnen. Jedes Jahr kommen neue Kunden hinzu. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und senden viele Grüße nach St. Anton. Viele der Kunden kennen wir seit Jahren. Den fast schon familiären Kontakt schätzen wir sehr“, so Christiane Wernet von der LiSe-Wäscherei.

erstellt am 25.11.2015



Auf dem Weg nach St. Anton
Auf dem Weg nach St. Anton

Wäschelieferung St. Anton
Immer mit dabei: Schlitten für die
letzten Meter

Schnee in St. Anton
Im Winter 2011 - der Straßenverlauf
lässt sich nur noch erahnen