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Interview mit Franz Meßmer, LKW-Fahrer in der Transportlogistik

Wie viele Kilometer fahren Sie am Tag für die LiSe?
Franz Meßmer: Durchschnittlich 120 bis 150 Kilometer. Bei der Tour nach Böblingen komme ich auf 400 Kilometer pro Tag.

Herr Meßmer, bitte geben Sie uns drei Stichworte zu Ihrem Arbeitsplatz?
Franz Meßmer: Flexibilität, Zuverlässigkeit, Konzentration.

Wie sieht Ihr Arbeitstag aus?
Franz Meßmer: Heute war Arbeitsbeginn um fünf Uhr, ich war eingeteilt für die „Kantinen-Tour“. Nach der Abfahrtskontrolle fahre ich an die Laderampe der Küche oder Wäscherei und belade den LKW mit Essensboxen oder Wäschewagen. Meistens begleitet mich ein WfbM-Beschäftigter, der dann auch beim Be- und Entladen hilft. Da WfbM-Arbeitsbeginn um sieben Uhr ist, fahre ich die erste Tour meist allein. Mit dem großen Catering-LKW bin ich zwar nur hier in der Nähe unterwegs, habe dafür aber rund 25 Abladestationen.

Wie wichtig ist Ihr Team für Sie?
Franz Meßmer: Wir haben nicht so viele Berührungspunkte, trotzdem ist das Team wichtig. Wenn der Dienstplan es zulässt, fahren wir auch mal zu zweit. So können wir Ideen austauschen oder geben Tipps für Abkürzungen. Wir informieren uns gegenseitig über Umleitungen oder besondere Anfahrten zu neuen Kunden. Wir geben dem nächsten Kollegen auch Bescheid, wenn mal einer unserer WfbM-Kollegen nicht so gut drauf ist.

… und für Sie persönlich?
Franz Meßmer: Sympathische Kollegen sind immer wichtig und angenehm. Besonders durch die WfbM-Beschäftigten habe ich gelernt, bestimmte Dinge gelassener zu sehen, mich mit mehr Fingerspitzengefühl an schwankende Tagesformen ran zu tasten.

Sie haben einen Wunsch frei. Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit?
Franz Meßmer: Manchmal wünsche ich mir ein bisschen mehr Verständnis bei Verzögerungen, für die wir meistens auch nichts können, wenn uns zum Beispiel ein Stau oder eine Umleitung aufhält.

Sie sind seit 1987 hier beschäftigt, früher bei der Stiftung Liebenau, heute bei der LiSe. Was hat sich verändert?
Franz Meßmer: Es hat sich sehr viel verändert. Früher war alles kleiner, familiärer. Da kannte ich alle Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung der Stiftung. Heute kenne ich nicht mal mehr alle in der LiSe.

Waren Sie von Anfang an LKW-Fahrer?
Franz Meßmer: Nein. Ich habe als Lagerleiter bei der Stiftung Liebenau angefangen. Damals hatten wir ein viel größeres Lager. Irgendwann wurde es verkleinert, weniger Mitarbeiter waren notwendig und mir wurde ein Job als Fahrer angeboten, inklusive LKW-Führerschein. Zuerst war es eine herbe Umstellung für mich, denn die Arbeit im Lager hat mir Spaß gemacht. Inzwischen fahre ich meine Touren aber gerne.

Vielen Dank für das Interview.

Steckbrief

Franz Meßmer
Transportlogistik/LKW-Fahrer

Angestellt seit Oktober 1987

Freizeitbeschäftigung:
Gartenarbeit

Familie:
Verheiratet
Vier erwachsene Kinder
Ein Enkelkind